Igelstation-Neuzelle


Herzlich willkommen auf der Homepage von

Simone und Klaus Hartung

 

 

 

 

Tel.: 033652-822871

 

(Bitte sprechen Sie auf den AB falls wir mal nicht erreichbar sind. Sollte ich nicht innerhalb kurzer Zeit zurückrufen, bitte 0172-2703933 probieren!)

 

Um die einzelnen Rubriken zu lesen, gehen Sie mit dem Cursor bitte nach links unter *Home*!

Wenn Sie mir mailen möchten (bitte nicht in der Hauptsaison, dann bitte anrufen), tun Sie das am besten direkt unter: hartungsimone@web.de

 

 

  Es werden immer dringender Pflegestellen für den Herbst gesucht sowie schöne Auswilderungsplätze ab Mai !

Auch Dauerpflegeplätze für nicht mehr auswilderbare Igel mit einem Außengehege von mind. 10 qm werden benötigt!

 

Nette Menschen, die einen igelgerechten Garten besitzen in entsprechender Umgebung und eine Weiterfütterung ermöglichen, suchen wir auch immer! 

 

 

 

* * *

 

Eine große Bitte haben wir an diejenigen, die unsere Anschrift schon kennen: bitte rufen Sie immer an bevor Sie einen Igel bringen, damit wir auch wirklich zu Hause sind! Auf keinen Fall dürfen Sie den Igel vor der Tür abstellen: er klettert heraus, es ist zu kalt und zu gefährlich wegen freilaufender Hunde!

 

* * *

 

Was noch sehr wichtig ist: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Tiere nicht von Ihnen abholen können!* Wenn Igelsaison ist sind wir so gut wie rund um die Uhr beschäftigt:

 

- Boxen täglich säubern

- Medizinische Versorgung aller Igel

- Mikroskopische Kotuntersuchung

- Fütterung / Handfütterung von Igelwürfen (auch nachts)

- ggfs. Tierarztbesuche mit Igeln oder mit unseren Haustieren

- Zeitungen schreddern für die Schlafhäuser

- Telefonische Beratungen

- Versorgung unserer eigenen vielen Tiere sowie ein bisschen Einkaufen

 

und Haushalt... Bildergebnis für smiley symbol zum kopieren

 

 

Vielen Dank!

 

* Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, plötzlich mit einem hilflosen oder verletzten Tier dazustehen und nicht zu wissen, wer hilft und wie komme ich um Himmels willen dort hin... Ausgerechnet jetzt, in diesem Moment, hat man keine Zeit, kein Auto usw. Aber ich appeliere an Ihr Gewissen, dem Tier zu helfen! Wir waren auch schon Stunden unterwegs, um einen Frischling, Jungvögel, Eichhörnchen usw. in fachkundige Hände (meist weit weg) zu bringen. Hinterher war ich doch immer sehr glücklich, diese Umstände auf mich genommen zu haben - selbst wenn das Tier dann doch gestorben ist. Aber ich habe ALLES getan!

 

 

Eröffnung der Homepage: 02.01.2012

 

Eröffnung der Igelstation am 01.08.2010

 

 

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Aktuelles:

 

Letzte Überarbeitung:    13.12.2018

 

 

 

 

 

 

13.12.: Ich habe lange nicht hier berichtet, es war eine turbulente Saison und längst nicht alle Igel von den 41 zu überwinternden schlafen schon! Insofern gibt es immer noch genug zu tun.

 

IGELSPENDEN: Ich danke ganz herzlich Frau Micke für Ihre Spende (vielleicht schreiben Sie mir kurz, da ich Sie im Moment leider nicht zuordnen kann) und natürlich auch allen anderen Spendern in diesem Jahr! Ich wünsche allen Tierfreunden eine schöne Weihnachtszeit und ein gesundes Neues Jahr!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WICHTIG: der Igel ist nachtaktiv, also ist es für ihn *überlebenswichtig*, dass Sie ihm nur abends Futter hinstellen (auch wenn Sie ihn noch in Gefangenschaft haben) und morgens konsequent alle Reste entfernen. Wasser wird immer angeboten! Ein Igel hat tagsüber draußen nichts zu suchen, es sei denn, er wurde aufgescheucht oder aber es handelt sich um eine schwache Mutter (im Aug./Sept.), die einen großen Wurf hat und tagsüber Futter suchen muss!!!

Ausnahme: Igelbabys bekommen, bis sie 300 g wiegen, rund um die Uhr Futter angeboten.

 

 

Die Rubrik "Für Tierärzte" wird öfter mal aktualisiert. Bitte drucken Sie sich immer wieder die neueste Version aus! Weiter unten finden Sie eine Kurzfassung "Pflegeplan für Igel" zum Ausdrucken!

 

 

 

 

 

Wenn Sie zu einem Tierarzt gehen müssen, weil keine Igelstation in Ihrer Nähe ist, drucken Sie sich bitte auf alle Fälle meine Tabelle "Für Tierärzte" aus und nehmen Sie sie mit, denn der Igel ist in den meisten Tierarztpraxen kein alltägliches Tier!

 

 

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Im Übrigen lege ich keinen Wert auf "Sonntags- bzw. Feiertagsruhe"... Mir ist es lieber, ich bekomme sonntags/feiertags einen Igel, den ich noch retten kann als erst montags nach der Arbeit einen, der mir stirbt, weil er einfach zu spät kommt...

 

Statistik der zu pflegenden Igel ganz unten!

 

 

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Meine 10 Dauergäste: (Bruno, Gerti und Herr Schulz folgen demnächst)

 

Wenn Sie gern eine Patenschaft für eines oder mehre der folgenden Tiere übernehmen möchten, melden Sie sich bitte per email (hartungsimone@web.de) bei mir! Ich würde mich sehr darüber freuen! Ebenso über z. B. Gutscheine von Toom oder Geldspenden, damit wir für alle Igel so tolle Häuser wie für Undino (s. unten) bauen können. Auch wenn ein Igel mehrere Paten hat kommt es letzten Endes allen Igeln zugute!

 

Eine Patenschaft für einen Igel kostet 6,00 Euro pro Monat. Sie bekommen eine Urkunde mit dem Foto des Igels, können ihn besuchen oder mich anrufen und bekommen immer mal einen Bericht, wie es dem Patenkind geht :)

 

3 behinderte Dauergäste haben jeweils einen festen Pflegeplatz mit tollen Außengehegen gefunden (Kuno - blind, Eddy - blind und Herr Herrmann - verkürztes Vorderbein)!

 

 

 

Frl. Jakob: Endlich hat die Kleine eine Patin! Frau Schomaker kümmert sich um sie!

Sie wurde auf einem Schulhof gefunden und am 01.10.14 mit einem Gewicht von 710 g zu mir gebracht; sie sah erschreckend aus!  Ihr halbes Gesicht hat sie eingebüßt. Keine Ahnung, was diesem armen Tier widerfahren ist. Vielleicht war es eine Motorsense oder ein anderes Gartengerät? Auf alle Fälle sind ihre Wunden gut verheilt und sie lebt nun schon 3 Jahre hier bei mir und fühlt sich sehr wohl. Sie geht immer schon Ende September  in den Winterschlaf und wacht erst im April wieder auf! Zur Zeit (06.2017) wiegt sie 1.180 g.

 

 

Herr Wunderlich: hat eine Patenschaft auf Lebenszeit! Herzlichen Dank an Anja!

Er kam am 10.05.2016 (geb. 2015) mit einem Gewicht von 640 g zu mir und ist leider blind. Er ist ein putziger kleiner Spinner, der überall raufklettert wo er nichts zu suchen hat und schreit dann laut um Hilfe :o) Inzwischen ist er ein großer stattlicher Mann geworden mit einem Gewicht um die 1.200 g und hat auch gelernt, dass man nicht immer schreien muss sondern sich auch selbst helfen kann...

 

 

Fritzi: Endlich hat sich jemand für 1 Jahr (bis Ende 2018) gefunden für die Kleine! Ganz lieben Dank an Karin Adelhelm! Frau Schomaker hat die Patenschaft auf Lebenszeit übernommen - tausend Dank!

 

Sie kam am 14.12.16 mit einem Gewicht von 528 g zu mir und man wusste nicht, was mit ihr passiert war. Der riesige Wundverlauf an der Seite sah aus wie von einer Tellersense. Hinter dem Kopf befand sich auch eine große Wunde. Ihr ganzer Körper war übersät von kleinen tiefen Verletzungen. Ich hatte den kompletten Winter über mit ihr zu tun: sie bekam Medikamente und immer wieder platzte eine neue Wunde auf, die versorgt werden musste. Ich weiß nicht, was da in ihrem Körper alles vor sich ging. Sie kann sich leider auch nicht einkugeln, da offensichtlich ihr Ringmuskel verletzt wurde und deshalb muss sie sowieso bei mir bleiben. Jedenfalls war am 1. April 17 endlich auch die letzte Wunde geschlossen, so dass sie nun mit 805 g ins Freigehege konnte. Dort schläft sie erst einmal, da ihr ja keine Winterruhe vergönnt war. Jetzt im Oktober 2017 wiegt Fritzi 1.200 g und denkt langsam an den Winterschlaf! Sie teilt sich das große Gehege mit Fidi, Berta und Frl. Jakob :) Fritzi hat aufgrund ihres Handicaps den ersten langen Winterschlaf gut überstanden (sie kann sich nicht kompett einrollen).

 

 

 

 

 

Undino: hat einen Paten auf Lebenszeit gefunden! Vielen lieben Dank an Kirsten! Sie hat für ihn ein tolles Doppel-Schlafhaus gebaut! Frau Schomaker beteiligt sich nun auch an ihm!

Das *kleine Dickerchen* wurde mir am 17.04.17 mit einem Gewicht von 1.660 g (geboren 2016) aus JENA gebracht und ist leider blind.  Ich habe nun gemerkt (06.2017): Undino ist ein gaanz ruhiger Geselle und fühlt sich offensichtlich in seinem Doppelgehege sehr wohl! Jetzt nach einem Jahr bevorzugt er *eigene* Höhlen, aus der man ab und an seine Schnuppernase sieht. Er hat sich zur Abwechslung ca. 6 solcher Hotels gebaut...

 

 

 

Bärchen: Nun hat auch er eine Patin - Frau Schomaker übernimmt auf Lebenszeit die Patenschaft, vielen herzlichen Dank dafür!

Er war in einen leeren Hühnerstall geraten und hat keinen Ausgang mehr gefunden! Abgemagert auf 430 g, mit einer schweren Kopfverletzung (Gartengerät?) und dadurch auch erblindet wurde er glücklicherweise noch entdeckt und am 23.05.2017 zu mir gebracht! Er war noch jung. Heute wiegt er fast 1.300 g. Leider hat er mehrere Öffnungen von außen in den Nasengang, die nur sehr langsam verheilen. Trotzdem genießt er jetzt sein Leben im Freigehege unter stetiger Kontrolle der Nase. Mitte April 2018 wiegt er 1.500 g und ist ein süßer gemütlicher ruhiger Geselle :)

 

 

*Fidi* (Fidibus): Frau Hoffmann und ihr Sohn Jurij haben für die kleine Maus eine Patenschaft auf Lebenszeit übernommen! Ganz lieben Dank!

 

Fidi wurde tagsüber an einer vielbefahrenen Straße gefunden. Aufgrund ihrer frischen Verletzung am Kopf (vermutlich durch ein Gartengerät) verlor sie auch ihr Augenlicht! Nach längerer Behandlung durch eine kompetente Tierärztin wurde sie wieder gesund, kann aber nicht mehr ausgewildert werden! Nun teilt sie sich seit dem 18.07.17 friedlich das große Gehege mit Frl. Jacob, Berta und Fritzi :)

 

 

Freitag: Frau Glock hat die Patenschaft auf Lebenszeit für ihn übernommen. Vielen lieben Dank!

Er wurde an einem "Freitag" mitten auf dem Rasen eines Grundstücks gefunden! Er ist ein älterer Herr und leider blind. Daher kam er am 18.07.17 zu mir ins Freigehege. Nach anfänglicher Unruhe ist er jetzt offensichtlich zufrieden und soll er seinen Lebensabend ohne Stress verbringen. Er ist ein absoluter Fan von Trockenfutter (Royal Canin *Mother & Babycats - anderes Trockenfutter wird allgemein von den Igeln eher abgelehnt, aber dieses nicht. Sind halt Feinschmecker :)

 

 

 

†   †   †

 

 

Opi: ist leider nicht mehr unter uns :(

Er kam am 22.01.2017 aus dem Schnee mit einem Gewicht von 535 g zu mir. Da er nur noch wenige Zähne hat und damit nicht genug Nahrung aufnehmen kann, bekommt er bei mir sein Gnadenbrot! Inwzischen hat er sein Gewicht mehr als verdoppelt. Opi hat im September einige Zähne gezogen bekommen und bekommt jetzt püriertes Futter. Sein Gewicht liegt dauerhaft nur noch um die 800 g.

Im Dezember 17 ist er leider von uns gegangen!

 

 

Beinchen: 2012-2016 (mein erster Dauergast), Mandy Hoffmann war ihre Patin und bei Fam. Naas durfte sie die Sommer verbringen und wurde nach Strich und Faden verwöhnt! Herzlichen Dank!

„Beinchen“ wurde tagsüber auf dem Rasen eines Grundstücks gefunden. Sie wog lächerliche 52 g ! als sie am 26.09.2012 zu mir kam. Sie war älter als ihr Gewicht suggerierte, das sah ich an ihrem Gebiss. Jedenfalls stellte ich bei der Untersuchung fest, dass ihr Beinchen vorn stark verletzt war. Die Wunde war offen und verdreckt. Igel können gut auf ein Hinterbein verzichten, wenn es ordentlich amputiert wird, aber auf keinen Fall auf ein Vorderbein! So war ich traurig, weil ich sie wohl einschläfern lassen müsste. Ich fuhr mit ihr zum Tierarzt und bevor sie erlöst werden sollte, säuberten wir ihre Wunde gründlich und schauten nochmal genau nach. Es stellte sich heraus, dass es eigentlich nur die halbe Pfote war, die fehlte (der Igel war ja so winzig, dass man das nur schwer erkennen konnte). Ein Teil der Fußsohle sowie eine Kralle waren sogar noch da, so dass man sich gut vorstellen konnte, dass sie darauf eines Tages laufen kann. Ich war sehr erleichtert und nahm sie wieder mit. Nach Rücksprache mit der Berliner Igelstation fuhr ich dann trotzdem nochmal mit ihr nach Berlin, um sie der Tierärztin, die auch schon über 18 Jahre Igel behandelt, vorzustellen. Sie setzte einen Stich, damit die Wunde besser verheilt. Mittlerweile hatten wir Ende November und „Beinchen“ sollte an ihren Winterschlaf denken. Ihr Gewicht aber war überhaupt nicht toll, trotz aller Entwurmung. Sie mäkelte ewig an ihrem Futter herum und wenn sie mal 20 g zugenommen hatte, nahm sie in den nächsten Tagen alles wieder ab. Ich wusste mir keinen Rat mehr und brachte „Beinchen“ lieber zu Frau Kopp in die Berliner Igelstation, weil ich Angst hatte, sie so untergewichtig in den Winterschlaf zu schicken. Schließlich aber musste sie dann doch mit 343 g schlafen gehen, weil sie das Fressen komplett einstellte. Frau Kopp sah alle 4 Wochen in ihren Karton, ob sie noch lebt und winterte sie schließlich im März mit 235 g ! aus. Aber „Beinchen“ ging es trotzdem gut. Sie fraß und nahm zu. Mit 400 g holte ich sie wieder zu mir und musste auch aufgrund ihrer geringen Größe feststellen, dass mehr als 440 g bei diesem Igelmädchen nicht drin sind. Sie ist einfach ein winzig kleines Igelchen und ich behalte sie erstmal in meinem Freigehege, um sie weiterhin zu beobachten und zu überlegen, wo ich sie gut unterbringen könnte. Ihr Beinchen macht im Übrigen keinerlei Probleme! Im Laufe der Jahre betrug ihr Höchstgewicht tatsächlich mal 711 g !

Nach unerklärlicher Krankheit musste sie leider im Oktober 2016 eingeschläfert werden. Sie zog plötzlich beide Hinterbeine nach und hatte Innenparasiten, die niemand deuten konnte.

 

Berta: Frau Schomaker war ihre Patin. Vielen lieben Dank!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die *dicke* Berta kam am 09.10.2017 mit einem Gewicht von 734 g zu mir! Sie ist schon eine ältere Dame und hatte einen schweren Infekt, durch den sie an Atemnot litt. Aus der Nase lief der Eiter und auch ein Auge war vereitert! Im Laufe der Behandlung nahm sie sehr gut zu bis auf 1.211 g im November. Ich hoffte, dass sie jetzt ihren Winterschlaf machen würde und ließ sie in Ruhe. Kaum war die Medizin abgesetzt ging es ihr wieder schlechter und das Gewicht ging rapide herab. So nahm ich sie mit ins warme Haus und sie bekam neue Medizin. Das ging leider den ganzen Winter so und sie konnte nicht schlafen. Insgesamt gesehen geht es ihr ohne Medizin nicht gut. Ich habe verschiedene Antibiotika ausprobiert und jedes Mal nach dem Absetzen das gleiche Spiel. Somit ist ihr Schnupfen chronisch; sie  bekommt nun auf Lebenszeit Medizin und darunter geht es ihr hervorragend wie ihr Gewicht um die  1.400 g beweist. Sie ist seit Mitte April 2018 mit 3 anderen Mädeln im großen Freigehege und es gibt keine Probleme! 

Leider musste Berta am 30.10.18 eingeschläfert werden da sie rapide an Gewicht verlor und ihr Schnupfen wieder stark zunahm, so dass sie auch Atemnot bekam. Sie hatte noch einen wunderschönen Sommer ohne Probleme!

 

 

Leider ist das Video ganz verpixelt. Ich weiß nicht, was ich da machen kann...

Igelwurf mit Aufzugsmilch

Igelbaby

Mein 6er Wurf vom 10.08.2013 -

Fütterung alle 2 Stunden!

Gewicht: 16 - 19 g !!

Man sieht noch Reste der Nabelschnur

Igelstation mit 30 Boxen.

Medizinische Behandlung und mikroskopische Kotuntersuchung werden von mir gewährleistet.

Entwurmung eines Igels

Wenn Sie selbst spritzen können, bitte immer in die Seite (Flanke), Richtung Wirbelsäule (die Stacheln hochziehen), nicht zu dicht am Ringmuskel ! Den Igel dazu bitte auf den Rücken legen !

                           

 

Das neue Freigehege - gebaut 2016 - mit 16 Plätzen (insgesamt gibt es jetzt 25 Außenplätze)

 

Bitte informieren Sie sich erstmal ausführlich in der Homepage! Hier ist dann eine Kurzfassung zum Ausdrucken:

 

Pflegeplan für Igel

 

Grundfutter für den Igel ist Katzen- oder Hundefutter (Sorte „Geflügel“) ohne Soße (sondern Pastete/Paté), vermischt mit 1/3 zarten Haferflocken und 1/3 Wasser. Ordentlich durchstampfen und 4 gehäufte Esslöffel (200 g) auf einem Unterteller abends hinstellen, ebenso immer einen Tonuntersetzer mit Wasser. Bitte bei einer Sorte Nassfutter bleiben! Igel- oder Katzentrockenfutter können immer angeboten werden. Die Raumtemperatur sollte um die 18 Grad betragen, bis der Igel sein Schlafgewicht (ca. 700 g) erreicht hat.

 

Das Schlafhäuschen (gefüllt mit einigen Lagen Zeitungspapier und Papierschredder – kein Computerpapier oder glatte Werbung (wärmt nicht und schneidet in die Füße!), bitte nur säubern, wenn es unbedingt nötig ist, Sie zerstören sonst ständig sein Nest! Oft ist der Eingangsbereich nass, aber nicht der hintere Schlafplatz. Allerdings gibt es auch kleine Schweine…! Der Auslauf sollte mind. 1 qm betragen und muss täglich mit frischer Zeitung ausgelegt werden.

 

Fütterungszeit ist abends, Igel sind nachtaktiv! Futterreste morgens bitte entfernen, außer Trockenfutter.

 

Gewichtskontrolle 1 x wöchentlich. Der Igel sollte dann 70 – 100 g (10 g pro Tag mind.) zugenommen haben.

 

Weiterhin kann man – muss man nicht – zusätzlich im Wechsel anbieten:

 

Rührei ohne Fett und Gewürze                       ein- bis zweimal die Woche

Banane                                                          ein- bis zweimal die Woche / Scheiben

Avocado (sehr fett)                                        einmal wöchentlich ein Stückchen

Gekochte Hühnerflügel mit Knochen               zweimal wöchentlich

Quark, Früchtequark, Hüttenkäse                   1 – 2 Teelöffel pro Woche

Mehlwürmer                                                   täglich ca. 1 Esslöffel für Erwachsene, aber nicht ausschließlich

 

In der Gefangenschaft bitte keine Käfer, Regenwürmer, Schnecken usw. anbieten, um eine Verwurmung zu vermeiden.

 

Mit ca. 600 - 700 g Gewicht kann der Igel zum Winterschlaf nach draußen in eine geschützte Box (vor Regen und Schnee) mit Kaninchen- o. Volierendraht (Schutz vor Ratten u. anderen Wildtieren) gebracht werden. Je kälter desto intensiver der Schlaf; nicht über 0 Grad überwintern. Jungigel schlafen meist von Dez. bis April, Alttiere etwas eher. In der Box bietet man weiterhin Nassfutter und Wasser an bis der Igel schläft. Danach stellt man nur noch Trockenfutter und Wasser hin falls er erwacht. Man klebt ein Blatt Toilettenpapier mit Tesafilm vor den Eingang, um auf den ersten Blick zu sehen, ob der Igel unterwegs war. Bitte nicht zu oft kontrollieren, ca. alle 8 Wochen mal vorsichtig über die Stacheln streichen, die sich dann im Zeitlupentempo bewegen. Keine Zeitung nachstopfen !!! Sonst findet der Igel im Frühjahr den Ausgang nicht und kann sterben!

 

Im April/Mai (mal ins Schlafhäuschen schauen, ob er schon warm ist bzw. ihn aufwecken, indem man ihn rausnimmt, wiegt und etwas Schredder entfernt) wird der Igel (möglichst im warmen Raum) wieder aufgefüttert auf ca. 800 g und bei milderen Temperaturen mit seinem Schlafhaus an einer geschützten Stelle im Garten ausgewildert! Bitte noch 2 - 3 Wochen (gerne auch immer) Futter hinstellen und nicht ungeduldig werden, wenn er erstmal seine Freiheit genießt. Er wird wiederkommen!

 

Über uns:

         

Unsere Hunde (2016): oben von links Cara *3 Jahre* (aus der russischen Tötung im deutschen Tierheim gelandet), Trulla *2 Monate* (ein eigentlich unerwünschtes, aber ganz süßes, Ergebnis von insgesamt 6 Welpen) und Bruno *9 Jahre* (*Ehemann* von Cara und Papa von Trulla)!

 

 

Wir haben uns einen ehemaligen Bauernhof mit 13.000 qm gekauft, ausgebaut und sind 2008 mit unseren Tieren aus dem Berliner Umland hierher gezogen. Im September 2009 verletzte einer unserer 3 Hunde (der blinde Eddi) leider einen kleinen Igel von 150 g. Er blutete und wir wussten überhaupt nicht, was wir tun sollten. Noch nie hatten wir einen Igel in der Hand. Im Internet stießen wir auf die Igelstation von Frau Kopp in Berlin, die wir sofort anriefen. Wir bekamen ein Medikament genannt und sollten einen Tierarzt aufsuchen, was wir auch taten. Jeden 2. Tag musste die Medizin gespritzt werden. Dem Igel ging es soweit gut, er lief in unserem Badezimmer herum und machte viel Dreck. Wir hatten ja keine Ahnung wie man ihn halten musste. Jedenfalls hatte er viel Platz... 2 Tage später kam der nächste kleine Igel mit 159 g, ebenfalls von unserem Hund verletzt. Erste Maßnahme: Eddi durfte nicht mehr hinter das Haus! Einen weiteren Tag später stöberte er den 3. Igel vorn im Garten auf. Super! Wir packten alle Igel ein und fuhren nach Berlin zur Igelstation. Was wir dort im Keller sahen hat uns schwer beeindruckt: Richtige Boxen, für jeden Igel eine eigene, mit Schlafhäuschen, Futterteller und Wassernapf. Fast alle waren besetzt; es war ja Herbst und somit Igelhochsaison. Die 3 Igel wurden von Frau Kopp untersucht, es ging ihnen soweit gut mit ihren Verletzungen. Ich war stolz, dass ich es erstmal geschafft hatte, dass sie überlebten. Allerdings hatte der letzte Igel einen Gasbrand. Er wurde "entlüftet" und bekam besondere Medizin. Wir waren total begeistert, dass es so etwas gibt! Wir ließen die Igel zur Behandlung eine Woche dort und danach konnten wir sie selbst weiterpflegen. 3 Boxen wurden mal eben schnell gebaut (Igel sind Einzelgänger!), eingerichtet und in unserem Bad aufgestellt. Einen besseren Platz fanden wir erst mal nicht; draußen war es kalt und drinnen sollten sie ihre Ruhe haben und nicht von den Hunden belästigt werden. Nun ja, die "Gerüche" nahmen zu, das muss man auch wissen, wenn man Igel pflegen möchte!

 

Der Gedanke ebenfalls so etwas zu machen ließ mich nicht mehr los. Gebäude mit viel Platz hatten wir, nur eben keine Heizung darin (später lösten wir das Problem mit einem Gasofen). Im Winter 2009/10 planten wir und im Frühjahr fingen wir an zu bauen. 30 Boxen sollten es sein! Wir bauten eine alte Werkstatt um und am 1. August 2010 feierten wir Einweihung mit dem Arbeitskreis Igelschutz Berlin e. V., dem wir inzwischen beigetreten waren und der uns finanziell unterstützt hat, mit Frau Kopp, einigen Igelfreunden und mit dem Ehepaar Berger,der ehemaligen Igelstation aus Frankfurt/Oder. Die Zeit davor fuhr ich oft nach Berlin, um zu lernen, wie man die Medikamente spritzt und worauf man alles zu achten hatte. Natürlich hatte ich noch keine Erfahrung und stand ständig in enger Verbindung mit Frau Kopp.

 

Ich muss eingestehen, dass unser Eddi schon auf unserem vorherigen Grundstück öfters Igel aufgestöbert hatte. In meiner Naivität dachte ich, Wildtiere halten schon etwas aus, selbst wenn sie mal ein bisschen bluten. Heute weiß ich, dass die Schmeissfliegen nicht allzu lange auf sich warten lassen und dann ist es bald um den Igel geschehen. Bei jedem Hundekontakt sollte der Igel genauestens untersucht werden!!! Selbst bei einem großen Igel, den Eddi mal tagsüber! (Igel sind nachtaktiv - außer Jungigel auf der Futtersuche) entdeckt hatte und auf dem die Fliegen saßen, habe ich mir nichts dabei gedacht... Auf Pferden, Schafen und anderen Tieren sitzen auch Fliegen - so meinte ich, ist es nunmal bei einem Wildtier. Mich plagt immer noch das schlechte Gewissen wenn ich daran denke und ich hoffe, die armen Igel können mir und Eddi verzeihen... ich versuche es an den anderen Tieren wieder gut zu machen indem ich ihnen helfe...

 

Am 16. August 2010 traf dann schon mein 1. fremder Igel mit 106 g ein. Meine ersten 3 hatte ich erfolgreich aufgezogen und bei mir ausgewildert (unser Eddi starb im März 2010, somit gab es für die Igel keine Gefahr mehr). Am 4. September dann kam der erste Wurf mit 5 Igeln von 45 - 60 g. Das überforderte mich zu dem Zeitpunkt allerdings total. Ich versuchte sie zu füttern und zu entleeren (das können so winzige Igel noch nicht selbst), aber es klappte nicht. Ich brachte sie zu Frau Kopp, die zwar mehr als voll besetzt war, mir aber gerne half und die Igel erstmal übernahm bis sie ein besseres Gewicht für mich als Anfängerin hatten. Dafür nahm ich ihr zur Entlastung ein paar leichter zu händelnde schwerere Igel zur Pflege ab. In dieser ersten Igelsaison hatte ich 48 Tiere insgesamt, davon überwinterten 34 bei mir. Durch Berichte in Presse und Fernsehen über uns fand ich glücklicherweise verschiedene Pflegestellen für Igel, die auch ihren Winterschlaf dort verbringen können.

 

Im Frühjahr 2011 bauten wir unser Freigehege; ein- und ausbruchssicher! Alle Igel unter 200 g Fundgewicht haben noch nicht gelernt in der Natur zurecht zu kommen, Wind und Wetter kennen zu lernen, Käfer zu fangen usw. Ein Igel, der noch keinen Grashalm kennt, sitzt erstmal lange Zeit da, beschnuppert die Dinge und speichelt sich ein (das ist keine Tollwut)! Igel mit einem Fundgewicht von unter 100 g durchlaufen mein Freigehege vor der Auswilderung 4 Wochen lang. Sie müssen lernen, natürliche Nahrung aufzuspüren und die Beute zu überwältigen, erhalten aber weiterhin allabendlich zusätzlich das gewohnte Futter und Wasser sowie ein regensicheres Schlafhaus, in diesem Fall allerdings mit Naturmaterialien wie Stroh oder Blätter gefüllt, also kein Zeitungsschredder mehr.

 

Wir haben seit Herbst 2015 ein zweites Freigehege :) und können noch einmal 8 Igel darin halten! 2016 mussten wir das erste Freigehege leider abreißen, da es anfing morsch zu werden. So bauten wir diesmal gleich richtig und verfügen jetzt über insgesamt 24 Freigehege plus ca. 3 in einem großen 70 qm Hasengehege! Leider stehen nicht alle Plätze immer zur Verfügung, da ich zunehmend mehr Dauergäste beherbergen muss!

 

* * *

 

Zum Schluss möchte ich noch allgemein zu unserer Lebensweise sagen, dass wir viele Tiere haben - vom Papageien bis hin zur Rennmaus. Überwiegend haben die Tiere den Weg zu uns gefunden! Selten haben wir eines gekauft. Da wir fast immer zu Hause sind, können wir uns gut darauf konzentrieren. Alle brauchen ausreichend Platz um artgerecht leben zu können. Nun ist es nicht so, dass wir endlos Tiere aufnehmen: bitte bewahren Sie uns davor! Sicher kann der eine oder andere Wellensittich (ruhig auch behindert) noch zu uns, aber wir nehmen die Verantwortung für diese Tiere sehr ernst und es muss immer im Notfall das Geld für den Tierarzt da sein!

 

* * *

Statistik:

Igelsaison 2010 =  48 Tiere, Sterblichkeitsrate: ( 7 Igel) 15 %

Igelsaison 2011 =  77 Tiere, Sterblichkeitsrate: (10 Igel) 14 %

Igelsaison 2012 =  77 Tiere, Sterblichkeitsrate: (10 Igel) 14 %

Igelsaison 2013 =  91 Tiere, Sterblichkeitsrate: (21 Igel) 23 %

Igelsaison 2014 =  92 Tiere, Sterblichkeitsrate: (20 Igel) 22 %

Igelsaison 2015 = 131 Tiere, Sterblichkeitsrate: (19 Igel) 15 %

Igelsaison 2016 =   88 Tiere, Sterblichkeitsrate: (22 Igel) 25 %

Igelsaison 2017 = 147 Tiere, Sterblichkeitsrate: (33 Igel) 22 %

 

 

 

Renate Kopp

 

Bildergebnis für trauer symbol zum kopieren  In Erinnerung an meine liebe *Igelmama* und Freundin Renate Kopp, die leider viel zu früh mit 69 Jahren am 31.01.2015 gestorben ist! Ich vermisse sie schmerzlich, denn ich habe von ihr gelernt und sie stand mir immer mit Rat und Tat zur Seite wenn ich nicht mehr weiter wusste. 20 Jahre lang betrieb sie aufopferungsvoll ihre Igelstation in Berlin-Neukölln und versorgte ca. 250 Igel pro Jahr. Wenn jemand fähig war, schwer kranke und schwerst verletzte Igel medizinisch richtig zu versorgen und wieder gesund zu bekommen, dann war sie das! Liebevoll und geduldig hat sie auch winzigste Igelbabys Tag und Nacht gefüttert und groß gezogen! Berlin und Umgebung wusste, was sie an ihr hatten... und welch große Lücke sie hinterlässt! Nun gibt es keine Nachfolge mehr und auch ich muss es jetzt alleine schaffen, denn fragen kann ich sie nun nichts mehr...

 

 

In Erinnerung an unseren blinden Eddi...,

...der dafür gesorgt hat, dass wir heute eine Igelstation haben ;0)

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